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Chronik - 2. Kapitel
Chronologische Reihenfolge der Entwicklung
1948 Das Gründungsjahr unserer heutige SV 1948 Ferch e.V.
. Gründungsmitglieder waren Bruno Jenschura, Georg Thiele und Rudolf
Wünsch. Unter dem Namen SG Ferch beginnt der erste organisierte
Verein in Ferch nach dem Krieg mit seiner Arbeit.
Zunächst besteht der Verein nur aus einer Fußballmannschaft. Diese
Mannschaft spielt auf einem Sandplatz, die Tore werden selbst
gebaut.
Zu den Spielern gehören : Herbert Grumelies, Horst Haegert, Udo
Ammich, Gerhard Felsch, August Natzke, Georg Thiele, H. Thiele, W.
Retkhe, H. Obkircher, E. Boege, H. Schulz
1949 Die SG Ferch wächst, viele neue Mitglieder schließen
sich an. Es werden die Sektionen Rudern, Tischtennis und Gymnastik
neu gebildet. Entscheidend für diese Entwicklung war das sich
weitere Sportsfreunde aktiv an der Vereinsentwicklung beteiligten,
wie z. Bsp. Willy Ebel und C. Wolfras die die Sektion Gymnastik
leitete. Diese Sektion und die Fußballer sollten über Jahre das
Gerüst im Verein darstellen.
Damalige Mitglieder in der Sektion Gymnastik waren T. Vogler, A.
Müller, G. Allrich, U. Lienicke, W. Tamms, G. Prehn und C. Wolfras
Das Vereinsleben war sehr aktiv. Für Feierlichkeiten spendeten
Privathandwerker und zahlreiche Obstzüchter.
1950 Zum ersten mal wird der Verein umbenannt. Er heißt nun
BSG Traktor Ferch und wird von der ehemaligen MAS- Schule, die
später dann das FDGB- Heim wird, unterstützt.
Vorsitzender wird Günter Balk
Die Mitgliederzahl steigt auf ca. 120 Sportler in verschiedenen
Sektionen.
1951 Zum damaligen Zeitpunkt ein Höhepunkt im Vereinsleben,
die Gymnastikgruppe nimmt an den Weltfestspielen teil.
Die Fußballer spielen nun organisiert. Angstgegner waren damals
Bliesendorf und Busendorf.
1952 Die Sektion Fußball ist die zahlenmäßig stärkste, so
hatten wir 2x Männermannschaften, 2x Jugendmannschaften und eine
Schülermannschaft. Kurios aber zu damaligen Verhältnissen normal, zu
den Auswärtsspielen mußten alle mit dem Fahrad fahren.
1953 Es zeichnen sich hervorgerufen durch mangelhafte
Leitungstätigkeit, die ersten Zerfallserscheinungen in der BSG ab.
Die Sektionen Tischtennis und Rudern gibt es nicht mehr. Viele
Mitglieder verlassen den Verein und gehen in benachbarte Vereinen
die bessere Bedingungen hatten. Eine schwere Zeit für den noch
jungen Verein. Die Tage der BSG Traktor Ferch sind gezählt, nur ein
Wechsel an der Vereinsspitze kann hier noch helfen.
1954 Nun ist es soweit, der Sportverein wird wieder in SG
Ferch umbenannt. Neuer Vorsitzender wird Brunno Jenschura, die
Sektion Fußball leitet Rudolf Wünsch. Ihnen ist es zu verdanken das
nun zumindest ein kleines sportliches Treiben im Ort stattfand. Aber
eine Mitgliederzahl von 120 sollte es lange Zeit nicht mehr geben.
1955 In diesem Jahr wird damit begonnen eine
Sportplatzanlage, die dort war wo auch heut wieder der Sportplatz
ist, auszubauen. Viele Probleme mußten bewältigt werden. So stand
jedesmal die Frage wie kommen wir zu den Auswärtsspielen, wie können
wir dem Vereinsleben neue Impulse geben.
1956/57 Weitere Sportler kehren dem Verein den Rücken.
Entscheidend hierfür war vor allem die schlechten Platzbedingungen
unseres Dorfackers. Ferch war in der Region eigentlich dadurch
bekannt geworden den schlechtesten Fußballplatz zu haben. Auch ein
Grund dafür das sich Sportler anderen Gemeinschaften anschlossen.
Die SG Ferch hat nun nur noch eine Fußballmannschaft. Die
Nachwuchsarbeit kommt zum erliegen.
Zum damaligen Mannschaft gehörten aber immer noch die Gebrüder
Franzke , Rainer Allrich und Peter Martins.
Es ist aber auch die Zeit wo nun endlich damit begonnen wird den
Sportplatz zu bauen um die Rahmenbedingungen zu verbessern. Damals
eine Selbstverständlichkeit " alles in Eigenleistung" Die Sportler
gingen mit vollen Elan an diese Aufgabe. Es sollte aber noch Jahre
vergehen bis endlich alles fertig war,
1960 Drei Jahre sind ins Land gegangen, die Spielfläche auf
dem Sportplatz war fertiggestellt. Was nun noch fehlte waren
sanitäre Anlagen doch wann diese gebaut werden sollten stand in den
Sternen. Die damaligen Probleme waren die Materialbeschaffung und
das nötige Geld. Aber , heut wie auch damals , zog es viele wieder
zum Verein zurück. Es war auch die Zeit in der sich ein weiterer
Sportsfreund um die Belange im Verein kümmerte und der entscheidend
den Verein mitgeprägt hat, Erwin Franzke.
1961- 68 Der Verein besteht mehr recht als schlecht, was
fehlt sind neue Impulse. Vor allem im Vereinsleben gibt es vieles
was man besser machen könnte. Sicherlich nach dem Fußballspiel
trifft man sich noch auf ein Glas Bier ( oft waren es mehr ) aber
alles wird mehr oder wenig dem Selbstlauf überlassen.
1968 Dieses Jahr sollte einen Wechsel an der Vereinsspitze
mit sich bringen. Erwin Franzke übernimmt die Geschicke des Vereins
und Heinz Franzke die Sektion Fußball. Mit beiden kommen neue
Impulse für den Verein die wir gebraucht haben.
1970 Dem Sportsfreund Bruno Jenschura wird für seine Arbeit
für den Verein die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Es war Dank und
Anerkennung für seine Arbeit die er seit der Gründung des Vereins
bis in die Gegenwart als Vorsitzender geleistet hatte.
1972 Eine solide Arbeit der Vereinsführung führt dazu das
sich der Verein stabilisiert. Es gibt zwei Männermannschaften die
durchaus erfolgreich spielen.
Spieler damals waren : B. Schuder, H. Schuder, K. Böhme, Bernd
Gerstädt ( alle aus Petzow ) Günter Jahn, Heinz Peplau, Hans Runge,
Gebr. Franzke, Gebr. Kitzmann und Jürgen Weinholz.
Es sollte aber das Jahr sein in dem eine neue Generation von
Fußballern heranwuchs, die auch noch heute in der
Altherrenmannschaft spielen.
So wurden unter der Anleitung von Erich Kitzmann und Horst Herrmann
eine Schülermannschaft betreut die später sehr erfolgreich wurde.
1973 Durch kontinuierliche Arbeit und einen festen Stamm von
Spielern steigt die 1. Männermannschaft in die 1. Kreisklasse auf.
Dies ist ein riesiger Erfolg für diesen kleinen Verein. Mit diesem
Erfolg entwickelt sich ein reges Treiben auf dem Sportplatz. Zu den
Spielen kommen immer mehr Zuschauer und der Sportplatz entwickelt
sich zum kulturellen Zentrum. Davon profitiert vor allem die
ehemalige Gaststätte Birkenwäldchen wo nach den Spielen das
berüchtigte Stiefeltrinken stattfand.
Die Zahl der Mitglieder beträgt zu diesem Zeitpunkt 47 Sportler
ausschließlich in der Sektion Fußball.
In dieser Zeit wird auf dem Sportplatz gespielt wo heut der
Fontanepark steht. Es ist auch der Beginn wo ein Sozialgebäude
gebaut wird. Hier hat sich besonders der Sportsfreund Hans Runge
engagiert.
Interessant war das damals die GPG Schwielowsee Fahrzeuge stellte um
die Mannschaft zu den Spielen zu transportieren und dies kostenlos !
1975 Ein trauriges Jahr für den Verein. Bruno Jenschura und
Erich Kitzmann versterben. Sie werden in unseren Erinnerungen einen
würdigen Platz einnehmen.
Die Mitgliederzahl erhöht sich auf 88 Sportler. Erwin Franzke
weiterhin Vorsitzender und Hans Rolle Schatzmeister.
Auch im Nachwuchsbereich tut sich etwas, neben der Schülermannschaft
wird eine zweite Kindermannschaft gegründet ( damals gab es noch
keine Nachwuchssorgen ) hier zeigten sich die Sportsfreunde Rainer
Allrich und Gerd Kaminski verantwortlich.
1976 Es wird aktiv an der Fertigstellung des Sozialgebäude
auf dem Sportplatz gearbeitet. Durch die Unterstützung der Gemeinde
insbesondere des damaligen Bürgermeisters Erhard Wittig und des
Einsatzes vieler Sportler kann in Eigenleistung viel erreicht
werden. Es sollte aber noch zwei Jahre dauern bis auch dieses
Gebäude fertiggestellt wird.
1977 bekommt der Platz einen Zaun, der Platz wird bearbeitet
und Rasen wird angesät. Sportlich geht es auch weiter voran.
Besonders der Nachwuchs verzeichnet Erfolge. Horst Herrmann und
seine Jugendmannschaft spielt sehr erfolgreich in der Kreisklasse.
Die Mannschaft war mit einigen Spielern aus Caputh, heut undenkbar,
aufgefüllt worden und somit auch stark besetzt.
Spieler waren unter anderem Detlef Eggers, Ralf Tiedemann, Gerald
Ammich, Roland Büchner, Dirk Krüger aus Ferch und Wolfgang Fritsch,
Andreas Herke und Olaf Scheffler aus Caputh. Damals hatten wir
soviel Spieler das wir 3x Nachwuchsmannschaften und 2x
Männermannschaften hatten.
Die Mitgliederzahl erhöhte sich auf 112. Auch hatten wir wieder eine
Gymnastikgruppe ( 21 Mitglieder )
Erwähnenswert war auch das der ehemalige Friedensfahrtteilnehmer (
die Friedensfahrt war die Tour de France des Ostens ) Günter
Grünwald mit 35 Schülern der 1- 4 Klasse der Schule Ferch ! eine
kleine Radfahrt durchführte.
Dirk Krüger wird als erster Fercher Fußballspieler in die
Bezirksauswahl berufen.
Die Arbeit von Horst Herrmann zahlt sich nun auch aus. Die
Jugendmannschaft belegt den 2 Platz der zum Aufstieg in die
Bezirksklasse berechtigt.
Leider konnte dieser nicht war genommen werden da die Spieler zu alt
waren und in den Juniorenbereich wechselten und keine Mannschaft in
der Altersklasse gestellt werden konnte.
1978 Die SG Ferch begeht ihr 30 jähriges Bestehen in der
Gaststätte Birkenwäldchen. Viele Ältere Sportler die das
Vereinsleben mitgeprägt haben werden eingeladen. Zahlreiche Sportler
werden geehrt.
Aber es ist auch der Beginn einer schweren Zeit. Was die sportlichen
Erfolge anbelangte war alles in Ordnung doch schon damals zeichnete
sich ab das es in den folgenden Jahre mangels Nachwuchs es wieder zu
Problemen kommt.
1979/80 Noch ist alles in Ordnung. Viele der Juniorenspieler
sind in der Männermannschaft intrigiert. Die Spieler aus Caputh sind
abgewandert und die Nachwuchsmannschaft die nun von Detlef Eggers
geleitet wird spielt im Schülerbereich. Spieler waren Lorenz Ebel,
Dirk Berlin, Mario Hüller, Frank Allrich, Ralf Franzke, Ulf Kitzmann
und Holger Martins. Es sollten noch Jahre vergehen ehe diese bei den
Männern spielen könnten.
Daran dachte aber damals noch keiner. Sportlich gewann die
Knabenmannschaft in dieser Saison sowohl die Kreismeisterschaft als
auch ihre Staffel.
Erfreulich die Entwicklung der Gymnastikgruppe. Sie ist eine echte
Bereicherung der SG. Sie treten bei Feierlichkeiten im Ort auch auf.
Die Wahlen 1980 ergeben einen Wechsel an der Vereinsspitze Gerhard
Franzke wird neuer Vorsitzender und Erwin Franzke Stellvertreter.
Die Gymnastikgruppe leitet Martina Heinemann sie besteht vor allem
aus den Tanzmädchen die beim Karneval auftreten.
Die Mitgliederzahl bleibt mit 96 Sportlern fast konstant.
Die Arbeiten auf dem Sportplatz gingen auch weiter. Es wurden
Lichtmasten aufgestellt und ein kleiner Übungsplatz entstand um auch
im Winter zu trainieren. Dazu mußten 250 m Kabelgraben ausgehoben
werden alles natürlich in Eigenleistung.
1981/82 Die 1. Männermannschaft wird inzwischen von Ullrich
Müller geleitet sein professionelle Training zahlt sich aus die
Mannschaft steigt in die 1.Kreisklasse auf. Es gibt jetzt noch 3x
Mannschaften 2 Männer und eine Altherrenmannschaft. Leider keine
Nachwuchsmannschaft mehr.
Hier zeigt sich schon, das mit personellen Problemen die
Mannschaften zu kämpfen haben. Oft werden die Mannschaften am
Spieltag auch damit aufgefüllt das ein Spieler seinen Bruder oder
Schwager mitbringt der dann unter falschen Namen mitspielt, damals
noch möglich das die Spielerpässe nicht genau kontrolliert wurden.
1983 Nach einigen Unstimmigkeiten innerhalb der SG kommt es
zu einem Wechsel an der Vereinsspitze. Ralf Krüger wird neuer
Vorsitzender.
Er möchte verstärkt mit dem FDGB- Heim zusammenarbeiten das zu
dieser Zeit im Bereich Jugendtourismus beliebter Anlaufpunkt ist.
Hier sind auch Kontakte zu ausländischen Jugendlichen möglich. Bei
gemeinsamen sportlichen und geselligen Veranstaltungen kommt es zu
einem regen Austausch.
Episode am Rande. Wildschweine verwüsten den neuen Rasenplatz so
sehr das dieser nicht mehr bespielter ist. Ein herber Rückschlag für
den Verein.
1984/85 Aus sportlicher Sicht nichts neues. Der Verein kann
seine Spiele eine Zeitlang nur auf einen Nebenplatz ausführen ( da
wo heut der Sportplatz ist ) Es ist ein reiner Sandplatz der nach
jedem Spiel gewalzt werden muß. Legendär das Fußballspiel Ferch
gegen Werder. Viele Zuschauer und viele Tore. Endergebnis war ein
6:6. !
In der Vereinsführung zeigen sich Ermüdungserscheinungen. Sfr.
Krüger hat aus beruflichen Gründen nicht mehr die Zeit den Verein zu
führen. Es zeichnet sich ein neuer Wechsel an der Vereinsspitze ab.
1986 Nun ist es soweit, Ralf Krüger gibt sein Amt auf. Nicht
einfach für den Verein da es zunächst keinen gibt der das Amt
übernehmen will.
Nach vielen Gesprächen und der Annahme eines neuen Konzepts
übernimmt Roland Büchner den Vereinsvorsitz. Mit Ihm und seinem
neuen Stellvertreter, Hans Joachim Köppe ( war stellv. FDGB-
Heimleiter ) kommt neuer Schwung in die Vereinsarbeit. Wichtig war,
das auch bei der Sektion Fußball ein neuer Sektionsleiter gefunden
wurde. (Achim Rast ) Komplettiert wurde der Vorstand vom
langjährigen Kassenwart Hans Rolle und Manfred Kitzmann für die
Revision. Diese Mischung aus Jung und Erfahrenden Sportlern sollte
die Vereinsarbeit beflügeln. Die Mitgliederzahl betrug zu diesem
Zeitpunkt 66 Sportler
1987 Der neue Vorstand setzte sich als Ziel neue Mitglieder
zu gewinnen. Dies konnte aber nur gelingen wenn man das Sportangebot
verbessert. So wurde in diesem Jahr die Sektion Billard ins Leben
gerufen. Anfänglicher Erfolg verpuffte aber wieder schnell da kein
geeigneter Raum und kein eigenes Billard zur Verfügung stand.
Gespielt wurde in der " Milchbar" im FDGB-Heim und in der Gaststätte
Bootsklause.
Trotzdem konnte die Mitgliederzahl auf 79 Sportler gesteigert
werden.
Wir hatten 2x Männermannschaften, eine Alte Herren und die
Gymnastikfrauen
Es begannen die Vorbereitungen für das 40 jährige Bestehen der SG
1988 Die SG führt ihr Jubiläum, im FDGB- Heim durch. Eine
gelungene Veranstaltung auf der auch zahlreiche Sportler
ausgezeichnet werden. Großen Anteil am Erfolg der Veranstaltung hat
Hans- Joachim Köppe der nun als Leiter der Einrichtung seine
"Beziehungen" spielen läßt und somit für damalige Verhältnisse viele
kleine Souvenirs , wie Gläser mit Vereinswappen, Anstecknadel ect.
organisiert. Ursel Rolle Sektionsleiter Gymnastik strikte in
mühevoller Heimarbeit Vereinsschals mit Emblem.
1989 Es ist das Jahr des gesellschaftlichen Umbruchs in
unserem Land. In der SG Ferch spricht man beim Glas Bier auch über
die Situation obwohl Politik keine große Rolle im Verein gespielt
hat. Sportlich hat der Umbruch zunächst keine Auswirkungen.
Zu diesem Zeitpunkt spielen 52 Sportler Fußball, 16 Frauen hat die
Gymnastikgruppe und 16 Sportler sind als passive Mitglieder geführt.
1990 Der Umbruch ist vollzogen. Nichts ist mehr wie es war.
Auch die SG Ferch steht vor einer neuen Situation. Viele Fragen
müssen geklärt werden.
Es gibt eine neue Gemeindevertretung, neue Bestimmungen, neue
Förderrichtlinien. Die Vereinsführung reagiert flexibel auf die neue
Situation.
Am 28.05.1990 wird die SG Ferch in SV 1948 Ferch umbenannt. Sie gibt
sich eine neue Satzung und beantragt die Gemeinnützigkeit, ein Wort
was wir vorher nicht kannten. Es mußten gesetzliche Vertreter
bestimmt werden und und...
Wir standen auch vor dem Problem, wie soll sich der Verein nun
finanzieren ?
Auch weitere Probleme belasteten den Verein so sang die
Mitgliederzahl zwar nur auf 50 aber es zeichnete sich schon ab das
es weiter bergab ging. Dies lag auch daran das unsere Mitglieder nun
mit anderen Problemen zu kämpfen hatten, die das neue System mit
sich brachten. (Arbeitslosigkeit)
Trotzdem sei als positiv anzumerken das die Sektion Billard sich nun
endlich etabliert hatte und unter seinem ersten Sektionsleiter
Rainer Scharschmidt sogar am Wettkampfbetrieb teilnahm. In der
ersten Zeit aber nur Auswärts weil noch immer ein eigenes
wettkampftaugliche Billard in Ferch fehlte.
1991 Die Mitgliederzahl am Tiefpunkt. Ganze 35 Sportler
gehören noch zur SV.
Die Gymnastikgruppe wurde aufgelöst aus ihr entstanden die
Tanzmädchen die sich dem Karnevalsverein anschlossen. Es gab nur
noch eine 1. Männermannschaft. An Nachwuchs konnte man nicht mehr
denken da in Ferch keine Schule mehr existierte und die Kinder in
Caputh zur Schule gingen und sich auch dort dem Sportverein
anschlossen.
Einziger Lichtblick war die Vereinbarung mit dem ehemaligen Robur-
Werken die der SV einen Bungalow zur Verfügung stellten wo das neue
Billard der Sektion stand. Natürlich nicht unentgeltlich ! Neuer
Sektionsleiter wird Udo Runge.
1992/93 Der Verein versucht aus seinem Tief sich zu befreien. Bei
den Wahlen wird Dirk Krüger 2. Vorsitzender und Ursel Rolle
übernimmt von Ihrem Mann Hans Rolle die Funktion des Schatzmeisters.
Dieser wird für seine langjährige Tätigkeit im Verein die
Ehrenmitgliedschaft übertragen.
Dirk Krüger gründet eine Nachwuchsmannschaft im Fußball zunächst nur
auf Probe, es sollte sich aber später auszahlen.
Die Mitgliederzahl steigt wieder leicht an und sollte sich von nun
an stetig vermehren. Geschafft wir waren aus unserem Tief heraus.
Zum ersten mal in der Geschichte des Vereins wird eine Partnerschaft
mit einem Verein aus den alten Bundesländern aufgenommen. Der FC
Azzuri Gerthe aus Bochum. Manfred Kitzmann kann auf ein 25jähriges
"Bestehen" verweisen. Seid 1968 pfeift er als Schiedsrichter. Alles
begonnen hat 1968 mit der Partie Kloster Lehnin gegen Union 04
Potsdam.
1994-96 Die neue Gemeindevertretung beschließt den das
Sportplatzgelände zu verkaufen ( Bauverein zu Hamburg ) dort soll
der Fontanepark entstehen. Nach Protesten seitens der Sportler gibt
man sich zufrieden mit der Bedingung das ein neuer Sportplatz gebaut
wird.
Es sollen 2 Jahre vergehen bis er vollendet ist. Sicherlich schöner
und für den Sport attraktiver. Aber auch sehr teuer. Aus Geldmangel
können Sanitärräume und andere Dinge wie Clubraum und Kegelbahn
nicht mehr gebaut werden.
Hier war wieder mal die Eigeninitiative der Sportler gefragt.
Die Gemeinde kaufte ein altes Bungalow was notdürftig vom Verein
hergerichtet wurde.
Durch die nun stark verbesserten Trainingsbedingungen auf dem neuen
Sportplatz ( einer der besten in der Region ) kamen auch wieder mehr
Sportler zu uns. Insbesondere die Nachwuchsarbeit verbesserte sich
zusehends. Hier sei besonders angemerkt die Arbeit von Dirk Krüger
Aber auch der Billardclub entwickelte sich stetig weiter, es kamen
viele neue Sportler hinzu und man spielte nun mit 2 Mannschaften im
Punktspielbetrieb
Neuer Leiter wird Gerald Ammich. Die Mitgliederzahl stabilisiert
sich wieder auf 67 wobei zeitweise fast 20 Kinder betreut wurden.
1997 Die Vorbereitungen für das 50jährige Bestehen der SV
laufen an. Im Sozialgebäude wurden Heizung, Duschen und ein
Kraftraum in Eigenleistung eingebaut. Auch der Billardclub der
inzwischen in der ehemaligen Schulbaracke eingezogen ist richtet die
Räumlichkeiten her.
Es entstehen ideale Bedingungen für beide Sektionen.
Es wird eine Frauen Fitneß- Gruppe gegründet. Erste Mitglieder waren
Kerstin Beck, Kerstin Mies, Anett Krüger.
1998 Der SV 1948 Ferch feiert sein 50jähriges Bestehen auf
dem Sportplatz der nun vollständig hergestellt ist. Auch das
Sozialgebäude wurde rekonstruiert und kann nun genutzt werden.
Roland Büchner Präsident des Vereins wird Bürgermeister der Gemeinde
Ferch.
Die D- Junioren werden Staffelsieger. Nur die 1.Männermannschaft
verpasst wieder mal, unter Leitung von Mario Auping den Aufstieg.
Es wird Zeit das eine Verjüngung in der Mannschaft stattfindet. Der
Verein gründet die "Old Boys" eine Mannschaft aus Spielern die über
32 sind.
Die Mitgliederzahl wächst auf 112 Sportler in 3 Sparten.
1999 Billardclub wird zum ersten mal Kreismeister. Er spielt
mit insgesamt 3 Mannschaften. Beim Fußball gibt es positives zu
vermelden. Die 1.Mannschaft unter Leitung von Hartmut Biermann hat
sich nach seiner Verjüngungskur in der 2.Kreisklasse im Vorderfeld
plaziert. Die "Old Boys" schaffen auf Anhieb Platz 3 in ihrer
Altersklasse.
2000/01 durch die optimalen Bedingungen auf dem
Sportplatzgelände werden als neue Abteilungen Leichtathletik und
Frauengymnastik gegründet. Diese Abteilungen werden von Diana
Hoffmann erfolgreich geleitet.
Der Sportverein bekommt aus Mitteln des Goldenen Plans Ost 225.000
DM Fördermittel. Ein Drittel von dieser Summe muß von den Sportlern
in Eigenleistung erbracht werden.
Die 1.Mannschaft im Billard wird wieder Kreismeister und steigt in
die Landesliga auf.
Das Ehrenmitglied Hans Rolle verstirbt.
2002 Der Anbau am Sozialgebäude wird vollendet. Dadurch
bekommt der Verein komplett neue Sanitäre Anlagen und einen
Clubraum. Dadurch werden weitere Verbesserungen erreicht.
Die Arbeit von Trainer Hartmut Biermann zahlt sich aus. Die 1.
Männermannschaft steigt nun endlich in die erste Kreisklasse auf.
Bemerkenswert ohne Niederlage. Mario Pempe wird mit 38 Toren sogar
Torschützenkönig.
Bei den Vorstandswahlen wird ein neuer Vorstand gewählt der auch der
alte war. Präsident R.Büchner, Schatzmeister A.Beuster,
2.Vorsitzender D.Krüger und Protokolantin Kerstin Beck. Die
Mitgliederzahl beträgt nun 120 Sportler.
2003 Vorbereitungen für das 55jährige Bestehen der SV 1948
Ferch e.V. weiter
Vorwort
1. Kapitel
3. Kapitel
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